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Auf Initiative der Gemeinschaftsschule gastierte vergangenen Montag das Berliner Theaterensemble „Radiks“ mit zwei Vorstellungen des Stückes „Wir waren einmal Freunde“ in Mölln.

Über 250 Schüler*innen, darunter auch eine Klasse des Marion-Dönhoff-Gymnasiums, verfolgten sehr aufmerksam die Jugendgeschichte, in der es um einen fiktiven Brandanschlag auf ein geplantes Asylbewerberheim geht.In dem Stück treffen Jugendliche verschiedener Herkunft und verschiedener Einstellungen aufeinander, die das Geschehen entweder verängstigt, wütend ablehnen oder gar befürworten.

Anschließend diskutieren die Schüler*innen sehr lebhaft mit den zwei Schauspieler*innen IIsa Runkel und Alexander Abramyan über Jugendcliquen, Vorurteile, Flüchtlinge und Fremdenfeindlichkeit. Auch Informationen zum Beruf und zur Arbeitsweise eines Schauspielers wurden dabei ausgetauscht.

Die Gemeinschaftsschule führte das von der Stadt Mölln unterstützte Tourneetheater-Projekt im Zusammenhang mit dem kommenden 25.Jahrestag der Möllner Brandanschläge im November dieses Jahres durch.

"In den nächsten Wochen gibt es auch andere unterrichtlichen Aufarbeitungen zum Thema der Ereignisse im Jahr 1992, beispielsweise Zeitzeugengespräche. Hierbei geht es zum einen um Möllner Zeitgeschichte, aber zum anderen auch und vor allem um die Auseinandersetzung mit den derzeitigen politischen Konflikten im Feld von Asylpolitik und Umgang mit Fremdheit und anderen Kulturen", sagte Lehrer Jörg-Rüdiger Geschke.

Dreharbeiten für das Bundesministerium für Bildung

Weil wir schon lange und immer wieder mit dem Verein Miteinander Leben im Rahmen von Zeitzeugen-Begegnungen und anderen Unterrichtsprojekten kooperieren, kam am 13.09.2017 ein kleines Filmteam in die 10h, um dort den Unterricht zum Thema Judentum im Rahmen des Projektes „Demokratie Leben - Zugänge schaffen“ zu filmen und hinterher Interviews mit einzelnen Schülerinnen zu machen.

Das war doppelt spannend: Der Unterricht von Expertin Gabriele Hannemann und gleichzeitig die Arbeit der Berliner Kameraleute und ihrer Redakteurin.  

(J.R.Geschke)